Und das Leben ist doch ein Ponyhof

Wer wissen will, warum so wenige Frauen im Geschäftsleben erfolgreich sind, muss sich nur auf den Ponyhöfen und Reiterställen im Land umschauen.

Überall dort sieht man Mädchen mit engen Reithosen, bunten T-Shirts, geflochtenen Zöpfen und einem schwarzen Reithelm auf dm Kopf. Es fällt auf, wie viele danach streben, gute Reiterinnen zu werden. Gesundheit, Schönheit und der wertschätzende Umgang mit dem Tier sind in den meisten Fällen die Kriterien für ‚gut‘.

Geht es zum Turnier, kommen die Jungs aus der Versenkung – wo auch immer sie vorher gesteckt haben. Wenn Wettbewerb, Sieg und Pokale winken, sind sie plötzlich da. Karriere und Erfolg, Wettbewerb und Führungsanspruch sind das Ding der Jungs. Im Gegenzug zeichnen Folgsamkeit der Pferde, Leistung, Höhe und Geschwindigkeit den guten männlichen Reiter aus.

Auf dem Ponyhof pflegen Mädchen eine innige Beziehung zu ihrem Reitpony. Sie sind engagiert bei der Sache. Sie herzen und bürsten ihre Lieblinge und kreieren komplizierte Haargebilde aus den Mähnen und Pferdeschwänzen. Sie verbringen viel Zeit mit Fohlen streicheln, Leckerlis backen und natürlich mit ihren Freundinnen, mit denen sie wunderbar heitere Stunden erleben. Sie pflegen innige Beziehungen zu allen Lebewesen auf dem Ponyhof – fast wie in einer Familie.

Die Jungs machen sich derweil auf, der Beste zu werden. In der Welt der Jungs ist Chef sein das Ziel. Auszeichnungen, Pokale und Schleifen werden sichtbar an der Stalltüre befestigt und sind die Insignien der Macht und des Erfolges. Jedem, der es wissen will, oder auch nicht, erzählt der Reiterjunge von seinen Punkten und Platzierungen.

Sie haben das Bild im Kopf? So, und jetzt ersetzen Sie mal Ponyhof mit Unternehmen…
– Nun sag noch einer, das Leben ist kein Ponyhof.

 

 

 

 

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