Ladies, it‘ s tea time

Industrie 4.0, der Aufbruch in die Digitalisierung, die Vernetzung der Märkte, Roboter, die mit Menschen zusammen arbeiten, das und einige mehr sind die aktuellen Trends, die auf der Hannover Messe, der größten Industriemesse der Welt, im kommenden Jahr abgebildet werden. Und es sind die Zutaten aus denen die Arbeitswelten der Zukunft bestehen.

Mitglieder für Unternehmensfamilien gesucht

Für diese, die gesamten Lebensumstände der Menschen revolutionierende Veränderung, wie es die weltweite Transformation der Industrie ist, werden besondere Mitarbeiter gebraucht: Mitarbeiter für die Unternehmensfamilien. Loyale Angestellte sind das. Es sind Mitarbeiter die agil führen, in flachen Hierarchien denken und in direkter Kommunikation mit ihrem Team stehen. Also bevorzugt solche, die die Trends der Zukunft heute schon leben. Frauen und Mütter – es ist angerichtet.

Ja, Sie lesen richtig! Frauen. Mütter. Es gibt so viele fachlich ausgezeichnete Ingenieurinnen, die sich nicht getraut haben, zu sagen, was sie wollen, frustriert den Arbeitsmarkt verlassen haben, heute zu Hause rumsitzen oder überqualifiziert auf Sachbearbeiterposten rumdümpeln.

„Pah,“ können Sie jetzt denken, „schon wieder Frauen und jetzt auch noch welche mit Kindern.“

Genau, und das hat mehrere Gründe.

Die drei wichtigsten Gründe, die für Frauen und Mütter in Unternehmen sprechen

  1. Frauen und Mütter denken in Beziehungen

    Alle Frauen, insbesondere Mütter, denken in Beziehungen, in Beziehungen zwischen Menschen, in Beziehungen zwischen Dingen und in Beziehungen zwischen Menschen und Dingen. Das sind beste Voraussetzungen um zwischen den Anliegen zukünftiger Geschäftsmodelle und den Verantwortlichen tragfähige neue Beziehungen aufzubauen. Frauen sind erfolgreiche Netzwerkerinnen. Sie genießen einen großen Vertrauensvorschuss.
  2. Sharing Economy ist ein Familienprinzip

    Teilen ist Grundlage in funktionierenden Familienverbünden -> ok, auch Väter teilen und ganz oft ihr Einkommen. Trotzdem, in vielen Fällen gilt, Mütter sind die Experten für das Teilen. Sharing Economy ist nur ein anderes Wort für das, was Frauen zum Wohl ihrer Kinder ohnehin machen. Der Wille zu Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit steckt als Haltung dahinter. Eine Haltung, die die Grundlage für die Entwicklung zukunftsweisender Geschäftsmodelle bildet.

  3. Der Kunde ist weiblich

    Kinder und deren Mütter treffen die Kaufentscheidungen der Familien. Im B2C- Geschäft sind sie das C (wie childhood). Immer öfter sind B2B Frauen die Gegenüber. Mit Müttern im Team kennen Unternehmen Ihre Kunden genauer und können zielgerichtet auf deren Motive und Entscheidungen reagieren. Entwicklungsabteilungen profitieren von einem doppelt so großen und reichen Pool an Ideen und anderen Erfahrungen. Weibliche Mitarbeiter haben den direkten Draht zu mehr als 50 % der Anwender der neuen Techniken. Frauen handeln in vielen Fällen sicherheitsorientiert und umweltbewusster als Männer. Der unternehmerische Mehrwert ist die Andersartigkeit.

„Ja, aber..“

Frauen kommen mit vollen Händen

Kein Aber. Frauen kommen mit vollen Händen. Neben ausgezeichnetem fachlichem Wissen, haben sie Rollen bedingt viel Zeit in ihr Soziales Kapital investiert. Liebe Personaler, vertrauen Sie auf das, was Frauen können. Obwohl sie Job bedingt einen Großteil ihrer Lebenszeit arbeitend verbringen, sind Unternehmen unbekannte Reviere für Frauen. Lernen Frauen ihre Beiträge erfolgreich an den Mann zubringen und die üblichen Strategien, sind sie bereit, sich in den verschiedensten Unternehmenswelten erfolgreich im Sinne der Unternehmensziele zu bewegen. Genau das sind die Potentiale, an denen Frauen selbst arbeiten können. „Sei Du die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt,“ sagt schon Mahatma Gandhi.

Die Systeme der Unternehmen sind weitestgehend statisch und Veränderungen dauern. Viele Frauen wollen deshalb nicht bzw. nicht mehr und einige, die wollen, wissen nicht, wie sie schmerzfrei und ohne Blessuren rechtzeitig durchkommen. Es lohnt sich für alle Beteiligten, in Frauen und Mütter als Teil der Unternehmensfamilie zu investieren.

Meine Empfehlung? Vertrauen.

..und merken Sie sich Anna Eleanor Roosevelts Sätze: „Frauen sind wie Teebeutel. Sie wissen nicht, wie stark Sie sind, bis sie in heißes Wasser kommen.“

Ulrike Lehmann, Dipl. Ing., Inhaberin wib Events, Gründerin des Rottweiler Hauses Unternehmerin und Dozentin für Weibliche Erfolgsstrategien und Karrieremanagement an Hochschulen in Baden-Württemberg

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