Frauenkarrieren – Die 10 schlimmsten Fallen beim Aufstieg

IMG_2223Wer den Mount Everest besteigen will, braucht gute Ortskenntnis, eine zweckmäßige Ausrüstung, ein paar Basislager, Mut, Kraft und Ausdauer. Profi-Bergsteiger würden einen Berg nicht ohne hervorragende Seilschaft und ausreichende Sicherung besteigen. Dasselbe sollten Frauen bei ihrem Aufstieg auf der Karriereleiter bedenken. Sie starten meist mit einer großen Portion Perfektionismus und dem Wunsch, alles richtig zu machen in Führungspositionen. Analyse und Strategie geraten dabei oft ins Hintertreffen. Im Alltag sind Frauen dann schnell ernüchtert, weder das Modell „Eiserne Lady“ noch „bester Kumpel“ funktionieren in der Führung.

Ein klares, durchdachtes Konzept ist daher sinnvoll, um die zehn schlimmsten Fehler beim Aufstieg zu vermeiden. Zunächst geht es um die Haltung der Führungskräfte. Mit welchen Führungswerten und -zielen machen Sie Ihren Job? Was treibt Sie an? Wenn Mitarbeiter nicht wissen, woran sie sind oder wenn Sie zu oft Meinung und Methode wechseln, legt Ihr Team die Route selbst fest. Hüten Sie sich davor, heute so und morgen so zu entscheiden – es sei denn, Sie halten Chaos und Lähmung durch Konflikte für produktive Kräfte.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie und das Team unterwegs zum gleichen Berg sind. Vielleicht hat Ihr Vorgänger den Ausbau der Mannschaft vorangetrieben, Verantwortung und Aufträge aus anderen Abteilungen abgezogen, um seine Position zu sichern? Ihr Auftrag lautet nun, genau diesen „Wildwuchs“ zu beseitigen, zu sparen, Prozesse und Strukturen gesund zu schrumpfen. Teilen Sie unmissverständlich mit, was der Team-Auftrag ist und binden Sie die Mitarbeiter deren Fähigkeiten und Kenntnissen gemäß ein.

Aufgaben sollen Sie delegieren, aber kontrollieren Sie bitte auch, ob diese so erledigt wurden, wie Sie es möchten. Würden Sie sich am Berg blind darauf verlassen, dass schon irgendwer ein paar Steigeisen und Seile an der richtigen Stelle anbringt? Mitnichten. Würden Sie einen durchschnittlich engagierten Mitarbeiter mit riskanten Schlüsselaufgaben betrauen? Sicher nicht. Sehen Sie sich also genau an, wer in Ihrer Seilschaft welche Rolle und welche Aufgaben übernimmt.

Sie werden rasch Diskussionen darüber führen, welche Verfahren, Methoden und Normen gelten. Schaffen Sie Akzeptanz für Ihre vielleicht unpopulären Entscheidungen und für Veränderungen. Erklären Sie, weshalb Sie so entschieden haben. Entschuldigen Sie sich nicht. Selbst wenn Sie eine falsche Entscheidung getroffen haben, geht die Welt nicht unter. Stehen Sie zu Ihren Fehlern, das macht Sie glaubwürdig, gelassen und menschlich. Eine Hausmacht wird Ihnen helfen, die Weichen für gute Ergebnisse und lösungsorientierte Arbeit zu stellen sowie finanzielle und personelle Ressourcen zu bekommen.

Sie merken schon: Sie müssen Macht und Verantwortung übernehmen, in Ihre Rolle kommen und manchmal kämpfen. Auf Dauer werden Sie nicht nur beliebt sein und einige schlaflose Nächte überstehen müssen. Die Angst vor der eigenen Courage, vor dem Scheitern und vor Überforderung wird Sie oft begleiten. Die Luft wird nach oben dünner – aber sie riecht unvergleichlich frisch. Gönnen Sie sich dieses Abenteuer. Von Petra-Alexandra Buhl

Wollen Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Ihren Aufstieg planen und die zehn schlimmsten Fallen umgehen können?  ‚Ab morgen Chefin‘ wib Workshop am 12. März 2015 in Rottweil

 

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